Die Kleine Schreibwerkstatt

Das heute viel besprochene Thema „Einsamkeit“ lässt sich auch im Prozess des Schreibens bearbeiten. Vor allem dann, wenn das Schreiben verbunden ist mit der Begegnung und dem Austausch mit anderen Menschen. Wir wollen in der kleinen Schreibwerkstatt die Möglichkeit schaffen, in einem geschützten Raum ein paar Schritte zu gehen in Richtung des kreativen Schreibens. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer entscheidet dort für sich, ob er oder sie das Geschriebene den Anderen zur Verfügung stellt.

Termine: https://brilon-mittendrin.de/terminuebersicht-herbst-winter-programm/

Die Veranstaltung ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung.

Termine für die kleine Schreibwerkstatt

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Miteinander Singen

„Ich singe gern, aber immer falsch!“

Wenn der Satz auch von Dir stammen könnte, bist Du bei uns genau richtig! Wir treffen uns im Leuchtturm unter dem Motto „Zusammen Singen“ zum Offenen Singen.

So falsch oder so richtig, wie wir gerade können, weil Singen Spass macht und gesund ist. Von Wader über die Beatles bis zum Brunnen vor dem Tor, – fast alles ist möglich, wir machen uns einfach selbst ein Wunschkonzert.

Termine: https://brilon-mittendrin.de/terminuebersicht-herbst-winter-programm/

Die Veranstaltung ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung.

Leuchtturm-Gespräche

Die Leuchtturmgespräche schaffen die Möglichkeit, sich im Mehrgenerationenhaus Leuchtturm zu treffen, um in unterschiedlichen Zusammensetzungen Gespräche zu führen, in denen dem weit verbreiteten Phänomen der Einsamkeit etwas entgegengesetzt werden kann. Dies kann in unterschiedlicher Form geschehen, als Plauderei, mit Orientierung an philosophischen Fragestellungen oder unter der Nutzung von Medien. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen entscheiden selbst wie und über was sie reden wollen. Dabei werden sie durch Mitglieder des Vereins Brilon Mittendrin begleitet und unterstützt

Termine: https://brilon-mittendrin.de/terminuebersicht-herbst-winter-programm/

Die Veranstaltung ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung.

Die Linde – ein Baum der Poesie

Was steht da auf dem Hügel?

Der Standort bietet sich an! Der Hügel vor dem KultUR-Garten fordert eine Landmarke direkt heraus: Es soll eine LINDE sein! Warum? Dieser besondere Baum mit der ausladenden Krone und den herzförmigen Blättern hat schon immer eine besondere Bedeutung gehabt!
Linden dienen als Heilpflanzen und bieten einen wichtigen Lebensraum für Insekten und Vögel, sie sind sehr langlebig, können mehrere hundert Jahre alt werden und sind deshalb als Baum des Erinnerns beliebt. In vielen Kulturen – so auch in unserer deutschen Kultur – haben Linden eine hohe Symbolkraft. Sie wurden zu besonderen Anlässen gepflanzt und dienten oft als lebendes Denkmal (Goethelinde, Friedenslinde).

Sie stehen für Gerechtigkeit, Liebe, Frieden und Heimat sowie als Plätze der Gemeinschaft. Diese Interpretationen lassen sich noch weit ausführlicher darstellen.* Für uns war jedenfalls klar, es sollte eine LINDE sein.
So pflanzten wir im Herbst 2023 einen kleinen Lindensetzling, der sich verwurzelte und im Frühjahr 2024 gut austrieb. Bis,- ja bis er brutal und mutwillig niedergetrampelt wurde (von wem auch immer,- wir wissen es nicht) Unser Rettungsversuch mißlang, aber das Geschenk eines schon recht ordentlich gewachsenen Linden-Jungbaumes machte Mut, einen neuen Versuch zu unternehmen. Da steht sie nun, die LINDE als Baum der Poesie, – denn sie wird in allen Kulturen die Linden kennen vielfach besungen. Vor erneuten Zerstörungen haben wir sie durch einen Zaun geschützt.

Dieser Tradition wollen wir uns anschließen und unsere LINDE als Ort der Poesie zur Verfügung stellen. Wie kann man sich das vorstellen?
Wir werden kleine regensichere Gefäße am Zaun befestigen, in die jeder Mann und jede Frau ebenso wie Kinder und Jugendliche Texte, ob selbst geschrieben oder kopiert, einlegen können. Vorhandene Texte können auch entnommen werden, um sich daran zu erfreuen. Sozusagen „Poesie zum Mitnehmen“.

Diskriminierende und menschenverachtende Texte werden wir umgehend entfernen.
Wir freuen uns, wenn dieses Experiment gelingt und zeigt, dass unser Ort bereit ist für kulturelle Vielfalt.

*hierzu das sehr lesenswerte Kapitel zur „Tanzlinde“ in Harald Welzers Buch „Nachruf auf mich selbst“, erschienen im S.Fischer Verlag 2021

Um eine Erfahrung reicher

Unser erster, grosser Förderantrag für die Gründung eines Dritten Ortes in Brilon ist nicht angenommen worden.

Wir gehören nicht zu den ausgewählten „Dritten Orten“, die von der großen Förderung profitieren. Es gab mehr als 150 Bewerbungen, 28 Vereine oder Initiativen aus NRW können jetzt in die 1. Förderphase einsteigen.

Aber schreibt man über eine nicht erfüllte Erwartung, eine Niederlage auf seiner Homepage, die doch eigentlich das Positive herausstellen und Lust auf den Laden machen soll? Ich glaube ja, das geht, vor allem jetzt, wo wir die Enttäuschung hinter uns gelassen haben und mit Brilon Mittendrin wieder durchstarten wollen.

Die Arbeit an den Antragsunterlagen war rückblickend mindestens eine wertvolle Selbstvergewisserung über unsere Ziele und unsere Werte. Wir werden weiter am „Dritten Ort arbeiten“, aber zunächst wollen wir als Verein wachsen und Ur- und Neu-Briloner:innen einladen, bei uns mitzumachen.

Selbst gestellte Aufgabe ist, in der Stadt sichtbarer zu werden, mehr Programm als im letzten Jahr anzubieten und zum Selbermachen und Mitmachen einzuladen.

Die Entwicklungen in unserem Land machen auch uns Sorgen, deshalb treten wir dem Briloner Bündnis zum Schutz unserer Demokratie bei und freuen uns auf die Vernetzung mit vielen Akteuren Brilons mit gleichem Interesse. Außerdem wollen wir entsprechend unserer Vereinsziele die Behinderten Interessen Vertretung (BIV) als Mitglied unterstützen.

Wer sich nicht vorstellen kann, in einen Verein einzutreten, – das macht nichts! Eine Projektidee reicht schon, um uns anzusprechen , dann schauen wir, was daraus werden kann.

Informationen über das Projekt „Dritter Ort“:
https://www.dritteorte.nrw/

Beispielprojekt „Dritter Ort“: https://www.kulturscheune1a.de/

Unsere Werte

Bei unserer Vereins-Satzung und bei unserem täglichen Leben lassen wir uns von einem Wertekanon leiten. Er beschreibt, welcher Ethik wir uns verpflichtet fühlen.

Ethik der Humanität
Kleine historische Übersicht zum Thema Humanismus.
Link

Allgemeine Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen
Link

Europäische Menschenrechtskonvention
Link

Charta der Vielfalt
Link über die Initiative Charta der Vielfalt Link

Universalethik der global integrativen Nachhaltigkeit
Aufsatz Mohssen Massarad von der Universität Osnabrück
Link

Was ist Sozio-Kultur?

Was ist das eigentlich: „Soziokultur“? – eine kurze Einführung
„Vielfalt. Aus Prinzip“ ist das Motto von Soziokultur

In den frühen 1970er-Jahren der westdeutschen Bundesrepublik entwickelten sich aus der Diskussion um ein neues Gesellschaftsmodell Initiativen und später Vereine, in denen es frei und gerecht zugehen sollte und auf jeden Fall anders als nach den bisher herrschenden Regeln. Eine andere Art von Arbeit und Leben stand am Anfang im Vordergrund. Kultur war dabei ein wichtiger Baustein. Unter denen, die gemeinsam anders leben wollten, waren viele Künstler*innen, die ein anderes Kulturverständnis entwickelt hatten.Sie suchten und fanden Räume für ihre oft die Grenzen des Herkömmlichen sprengende Kunst und auch Adressaten für die Weitergabe ihres Wissens und Könnens.
Es entwickelte sich ein anderes Demokratieverständnis, das für jedes Mitglied eines Gemeinwesens mehr Beteiligung an künstlerischen, an alltäglichen wie an gesellschaftlichen Prozessen ermöglichte. Stellvertretend steht der Name Joseph Beuys für diese Entwicklung. Die Verbreitung der demokratischen und kulturellen Praxis traf mit dem Entstehen alternativer Politikprozesse, wie z.B. dem Entstehen von Bürgerinitiativen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen wie der Frauenbewegung zusammen. Diese Praxis erhielt den Namen „Sozio-Kultur“.

Die Entwicklung setzte sich ab von dem klassisch unpolitischen Kunstverständnis der Nachkriegszeit. Es entstanden die sogenannten soziokulturellen Zentren als institutioalisierter Ausdruck einer gesellschafts-bezogenen kulturellen Praxis. Was in den 70er und 80er Jahren für die soziokulturelle Szene stand, ist heute parteiübergreifend selbstverständlich geworden.
Ganz selbstverständlich findet heute Kunst und Kultur an nicht dafür geschaffenen Orten statt (wie leerstehenden Fabriken und Bahnhöfen, aber auch in Autohäusern und Konsumpalästen). Jedes Museum, jedes Theater, das auf sich hält, bietet Kunst und Kultur zum Anfassen und Selbermachen an. Besonders bemüht man sich um die Bevölkerungsgruppen jenseits des Bildungsbürgertums und um den Nachwuchs.

Soziokultur gestaltet gesellschaftliche Prozesse

In unserer globalisierten Welt, die dem Bürger scheinbar eine unüberblickbare Vielfalt zu bieten scheint, ist es auch die Aufgabe der Kultur, tatsächlich bestehende „Fremdheit“ zu überbrücken. Die Stichworte von heute sind Klimawandel und Nachhaltigkeit, neue Formen der Verbindung von Arbeit und Leben, Raum bieten für unterrepräsentierte Formen von Kunst, die Wiederentdeckung der Langsamkeit und des Scheiterns als wichtige Elemente kreativer Prozesse und nicht zuletzt die von Hermann Glaser geforderte „emanzipatorische Vision, dass die Beschäftigung mit den kulturellen Werten nicht mehr an bestimmte gesellschaftliche Schichten geknüpft sein darf“. 

Soziokultur wirkt!

Soziokultur verfügt über eine gut 40-jährigen Erfahrung und eine mittlerweile gut entwickelte Infrastruktur. Sie wirkt mit am weiteren Demokratisierungsprozess, sie hilft gegen Einsamkeit, sie kann mitwirken an der Schaffung von Chancengleichheit, sie setzt gerade in der heutigen Zeit und ihren besonderen Herausforderungen lösungsorientierte Potentiale frei.

Was allerdings vorhanden sein muss, ist der Wille zur Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse mittels Kunst und Kultur. Soziokultur kann die kreative DNA unserer Gesellschaft sein!!!

Dass sie einem Bedürfnis vieler Menschen entspricht, dafür sind 13,5 Millionen Besuche (2017) soziokultureller Zentren ein deutlicher Beweis.

Quelle: vgl. Bundesverband Soziokultur e.V. 2021 (stark gekürzt)

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